Was ist ein Visual & Kognitionstrainer*in?

Ein Visual & Kognitionstrainer*in ist der 3. in der Reihe der Berufe, die sich um die Augen kümmern. Der Augenarzt*in ist für die Gesundheit der Augen zuständig. Der Optiker*in verschafft eine gute Brille oder Kontaktlinsen. Wenn bei Beiden alles in Ordnung ist, dann kommt der Visual & Kognitionstrainer*in ins Spiel.

Visual & Kognitionstraining ist das Training der visuellen Verarbeitung. Wir haben ein Gehirn, aber zwei Augen - beide Seheindrücke müssen im Gehirn verarbeitet werden. Das funktioniert mal besser und mal weniger gut.

 

Zwei verschiedene Bilder mit unterschiedlicher Achslage kommen überkreuz ins Gehirn und müssen dort nach Möglichkeit stressfrei überlagert werden. So dass sie ein eindeutiges Bild ergeben.

 

Daraus abgeleitet wird das sogenannte Stereo sehen oder 3D Sehen, was wiederum Raumwahrnehmung und Geschwindigkeitseinschätzung möglich macht.

Wenn die Augen nicht richtig "greifen" können, dann ist auch das "Begreifen" schwer!

Schulkinder

Berufstätige

Senioren*innen

Gehirnverletzungen

Straßenverkehr

Altersichtigkeit

Sporler*innen

Das Sehen

Das Sehen

Das Sehen ist keine angeborene Gehirnfunktion, sondern ein sehr komplexer und komplizierter Vorgang den unser Gehirn lernen muss. 

Vom Säuglingsalter an lernt der Mensch sein Sehen zu steuern und die visuelle Leistungsfähigkeit zu verbessern. Auf Grund unterschiedlichster Einflüsse haben viele Menschen das Sehen nicht richtig gelernt, wieder verlernt oder es ist nicht auf dem Niveau, welches für die Bewältigung des Alltags nötig ist.

Aber wussten Sie, dass der Gang zum Arzt oder Optiker allein nicht die Lösung dieses Problems darstellt.

Trotz Adleraugen ist das Gehirn durch fehlerhaft weitergeleitete visuelle Informationen schnell überfordert. Visuelle Probleme sind vielfältig und wirken sich auf viele Bereiche des Alltags aus. Deshalb arbeiten wir von Move for Brain dran, zunächst die eigentliche Ursache zu finden und geben Ihnen dann genau das Training an die Hand, das Sie benötigen:

  • Schulkinder steigern Ihre Lesefähigkeit und Lesegeschwindigkeit, Ihre Konzentration und Ihr 3D-Sehen

  • Sportler verbessern Ihr Timing, Ihre Raum-Wahrnehmung, Ihre Reaktion

  • Arbeiten am PC ohne gerötete oder getrocknete Augen, Kopf- und Nackenschmerzen

  • Menschen nach Schlaganfall oder Gehirnerschütterung bilden neue Synapsen im Gehirn um Ihren Alltag besser bewältigen zu können

 

Bei uns von Move for Brain erlernen Sie das Sehen neu und werden Ihr Leben bald mit völlig anderen Augen erleben.

 

Schulkinder

Beim Augenoptiker oder Augenarzt wird beim Sehtest nur die Sehschärfe gemessen. Für den Alltag sind aber noch andere Sehfunktionen zwingend erforderlich.

Sind diese Funktionen falsch entwickelt oder nicht leistungsfähig, wird ein Kind mit vielen Dingen im Alltag Probleme haben. Anzeichen dafür können sein:

  • Das Abschreiben von der Tafel fällt schwer bzw. ist sehr fehlerhaft

  • Die Hausaufgaben dauern sehr lange und werden nicht gern gemacht

  • Keine Lust zum Lesen

  • Schlechtes Textverständnis - Texte müssen mehrmals gelesen werden

  • Große Schwierigkeiten beim Fangen eines Balles

  • Das Einschätzen von Entfernungen und Abständen fällt schwer

Durch visuelle Störungen können auch körperliche Probleme entstehen (Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit ...) oder Verhaltensauffälligkeiten (ADS/ADHS) ...).

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrem Kind feststellen, kann eine visuelle Leistungsstörung vorliegen. Lassen Sie Ihr Kind testen.

 

Die visuelle Leistungsfähigkeit kann trainiert werden und das hilft Ihrem Kind seinen Seh-Alltag stressfrei zu bewältigen. 

 
 

Berufstätige

Menschen am Bildschirm / PC

Bildschirmarbeit ist Hochleistungssport für das Auge!

Ein Mitarbeiter*in absolviert am Tag 12.000 bis 33.000 Blickwechsel bei einem dauerhaften Benutzung. Dabei müssen sich auch die Pupillen 4.000 bis 17.000 mal am Tag an die wechselnde Helligkeit und Entfernung anpassen.

Die Fixierung sollte dabei möglichst ruhig sein, um kleine Blicksprünge z.B. IBAN lesen, punktgenau zu ermöglichen.

 

Dabei müssen sich beide Augen auf den Bildschirm richten und die Augenachsen werden aktiv nach innen und unten ausgerichtet. Wer 3 Stunden am Computer arbeitet braucht bis zu 1 Stunde um wieder entspannt in die Ferne schauen zu können.

 

Um die Anstrengung zu vermeiden, schalten viele Mitarbeiter unbewusst ein Auge ab. Die Folgen sind, dass der Mitarbeiter*in den Kopf und Körper verdreht.

 

In der Nähe muss sich auch die Linse anpassen und dies kann vor allem für Menschen über 40 Jahre zu einem großen Problem werden. Eine Gleitsichbrille kann dabei zu Nackenproblemen führen.

 

Bei einer Untersuchung der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz- und Arbeitsmedizin klagten fast 80 % derjenigen, die täglich länger als 3 Stunden am Computer arbeiteten, über Augenbeschwerden und Rückenprobleme.

Fast die Hälfte litt unter asthenopischen Beschwerden: Augen jucken, tränen oder flimmern, schnelles Ermüden, Migräne oder auch Schwindelanfällen.

Beschwerden können sein:

  • Rote, brennende, müde oder trockene Augen

  • Zunehmende Fehlsichtigkeit

  • Verschwimmender Text, Doppelbilder, Unschärfe

  • Lesen ist anstrengend und wird deshalb oft vermieden

  • Migräne, Kopfschmerzen

  • Licht- und Blendungsempfindlichkeit

  • Probleme beim nächtlichen Autofahren

  • Schwierigkeiten beim Lesen von Zahlen- oder Buchstabenketten z.B. IBAN

  • Schiefhalten des Kopfes (Nacken- und Rückenprobleme)

In einem Screening erstellen wir ein visuelles Leistungsprofil, um festzustellen wo die Energie verloren geht um stressfrei durch den Tag zu kommen.

 

Da wir unsere täglichen Handlungen bis zu über 80% auf Basis unserer visuellen Wahrnehmung (was wir sehen) durchführen, ist es elementar, dass dieses System optimal arbeitet.

Gehirnverletzungen

Gehirnerschütterungen, Schlaganfall oder andere Kopfverletzungen können einen großen Einfluß auf das visuelle System nehmen.

 

Manche Sportarten haben ein besonders hohes Risiko für Kopfverletzungen. In den USA leiden ehemalige Football- oder Eishockey-Spieler*innen vermehrt an chronischen Hirnkrankheiten.

 

Bei ca. 90 % der Gehirnerschütterungen im Sport liegt keine Bewusstlosigkeit vor und im CT oder MRT zeigen sich auch keine Auffälligkeiten. Deshalb wird eine Gehirnerschütterung oft nicht als diese erkannt. Erfolgt keine entsprechende Behandlung können die Langzeitfolgen dramatisch ausfallen.

Schon leichte Gehirnerschütterungen können schwere Probleme beim visuellen System auslösen:

  • Die Sicht ist verschwommen

  • Bilder werden doppelt gesehen

  • Lichtempfindlichkeit

  • Schwindel und Übelkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • Schlechtes Leseverständnis (Text muss öfter gelesen werden um es zu verstehen)

  • Orientierungsprobleme

Ähnliche Symptome können auch nach einem Schlaganfall auftreten.

 

Manuel Neuer, Nationaltorhüter - "Durch Life Kinetik habe ich erkannt, wie wichtig es ist, ständig wechselnde koordinative Übungen mit Training der visuellen Wahrnehmung zu kombinieren. Denn wenn die Augen gerade in schwierigsten Situationen nicht perfekt funktionieren, wird es wahnsinnig schwer, richtig zu reagieren."

Senioren*innen

Altersbedingte Beeinträchtigungen sind ein normaler Prozess in unser älter werdenden Gesellschaft. Das betrifft nicht nur körperliche Einschränkungen sondern aus das "Sehen".

 

Die Leistungsfähigkeit wird durch verschiedene funktionelle Veränderungen beeinträchtigt und können das Alltagsleben sehr belasten. Wie z.B. das Autofahren oder das Leseverständnis ...

 

Es wurde schon lange nachgewiesen, dass auch im höheren Alter der Mensch in der Lage ist mit gewissen Forderungen neue Synapsen zu bilden.

Probleme durch das visuelle System können sein:

  • Nachlassende Fähigkeit beim Lesen

  • Vermehrter Lichtbedarf

  • Scharfstellen ist verlangsamt (Wechsel zwischen Ferne - Nähe)

  • Schlechte Farbwahrnehmung

  • Einengung des Gesichtsfeldes

  • Höhere Blendempfindlichkeit

  • Dunkelanpassung erfolgt verzögert

Straßenverkehr

Niemand wird in Frage stellen, dass gerade Autofahrer*innen eine gute visuelle Leistungsfähigkeit brauchen. Bei gutem Sehen denken die meisten Menschen nur an den Führerschein - Sehtest oder ob sie zum Autofahren eine Brille aufsetzen müssen.

Aber Autofahren bedeutet eine große Herausforderung an unser visuelles System:

  • Rund - um - Sicht

  • Scharfes Sehen in der Nähe und Ferne

  • Schnelle Anpassung an die Lichtverhältnisse

  • Gutes Dunkelheitsehen

  • Sehr schnelle Reaktionen

  • Bestes Einschätzen von Entfernungen

  • Gleichgewicht und Koordination

Welche Symptome weisen auf eine Einschränkung des visuellen Systems hin?

  • Ich bin sehr schnell müde und unkonzentriert

  • Ich fahre ungern im Dunkeln

  • Ich fühle mich oft sehr geblendet

  • Ich kann Verkehrsschilder erst später wahrnehmen als meine Mitfahrer*innen

  • Ich kann Distanzen schlecht einschätzen, z.B. beim Überholen

  • Ich sehe öfter Doppelbilder z.B. Bremslichter

  • Manchmal übersehe ich andere Verkehrsteilnehmer*innen

  • Nach langen Autofahrten habe ich Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich

 

Sportler*innen

Gerade im Sport ist die visuelle Leistungsfähigkeit ein ganz wichtiger Parameter. Denn fast jeder Fehler im Sport beruht auf einer visuellen Fehleinschätzung.

 

Obwohl den meisten Trainer*innen die zentrale Bedeutung der visuellen Wahrnehmung bekannt ist, wird das Thema oft eher stiefmütterlich behandelt.

 

Genau hier setzen wir mit unserem Training an, denn eines ist gewiss: viele Sportler*innen schöpfen nur einen kleinen Teil Ihrer visuelle Leistungsfähigkeit aus.

Screening und Training von:

  • Dynamisches Sehen

  • Peripheres Sehen

  • Räumliche Wahrnehmung

  • Fixierungsfähigkeit

  • Einschätzen der Geschwindigkeit

  • Reaktionszeit

  • Auge-Hand Koordination

  • Timing

  • Kontrastsehen

  • Antizipation

 

Altersweitsichtigkeit

Wer mit über 40 Jahren, den Text den er liest immer weiter in die Ferne rücken muss und deutlich mehr Licht zum Lesen braucht, der ist altersweitsichtig. Die Altersweitsichtigkeit wird Presbyopie genannt und tritt ca. ab 40 Jahren auf.

 

Mit zunehmendem Alter verliert die Linse an Elastizität. Der Vorgang des Zusammenziehens geht dann nicht mehr blitzschnell (wie beim jugendlichen Auge), sondern braucht etwas mehr Zeit. Wer dabei ungeduldig wird oder häufig im Stress schnelle Blickwechsel in verschiedene Entfernungen machen muss z. b. bei PC- und Büroarbeit, verkrampft u.U. die Ziliarmuskeln und wird schneller "Altersweitsichtig".

 

Die vom Optiker*in oder Augenarzt*in verordnete Brille nimmt dem Auge die Arbeit ab, sich von selbst auf die Nähe einzustellen. Da das Auge keine Kamera, sondern elastisch ist, sind auch die äußeren Augenmuskeln und der Zustand des Auges als Ganzes am Vorgang der Nah-Fern-Einstellung (Akkommodation) beteiligt.

 

Deshalb kommt es durchaus vor, dass manche Menschen auch im hohen Alter keine Lesebrille benötigen, weil vitale Augen - die zu einem körperlich, seelisch und geistig vitalen Menschen gehören - eine nachlassende Linsenbeweglichkeit ausgleichen können.

Interessiert an einem Presbyopie (Alterssichtigkeit) Kurs?