Warum funktioniert Visualtraining?

Warum funktioniert Visualtraining?

Augen-Routine-Untersuchungen vermögen verdeckte Sehstörungen in der Regel weder festzustellen noch zu beheben.

Wird eine Erkrankung als Ursache ausgeschlossen, ist eine intensive Grundmessung der Augen erforderlich, die die Leistungsgrenzen des Augenpaares auslotet. Spezielle Funktionstests decken auch versteckte visuelle Defizite auf,

  • wie korrekt Augenbewegungen ausgeführt werden können,
  • ob bei Blicksprüngen das Ziel auf direktem Wege erreicht wird,
  • wie gut die Augenlinse sich auf die jeweilige Sehentfernung scharf einstellen kann,
  • ob die Stellung der beiden Augen zueinander funktioniert
  • ob die visuellen Prozesse für die Informationsverarbeitung richtig ablaufen

Danach wird festgelegt, in welcher Reihenfolge und mit welchen Übungen das Training begonnen wird. Es wird ein ganzheitliches Training aus den vier Bereichen erstellt.

  • Augenbewegung (Okkulomotorik)
  • Augenstellung auf fixiertes Objekt (Vergenz)
  • Nah-Fern-Stärkeneinstellung (Akkommodation)
  • Bildverarbeitung (Perzeption) - Wahrnehmung und Interpretation des Geschehens im Gehirn

Der Aufbau des Visualtrainings wird dem Alter und dem visuellen Problem angepasst – ein Standardtraining für alles und jedes gibt es nicht. Um die visuelle Leistungsfähigkeit insgesamt zu steigern, müssen alle Teilbereiche gleichzeitig und aufeinander abgestimmt trainiert werden.

Ein täglicher Trainingsaufwand von ca. 20 Minuten sind im Allgemeinen ausreichend.