Life Kinetik bei 12 h Mountainbike Weltmeisterschaft

Life Kinetik bei 12 h Mountainbike Weltmeisterschaft
19. September 2016 No Comments » Allgemein @dagmar

Anja Knaub ist Mountainbike-Weltmeisterin im 12 Stunden Rennen

Life Kinetik im Sport

Life Kinetik PRO Trainerin

Mit Life Kinetik erfolgreicher Bike!

Um im Sport erfolgreich zu sein, müssen viele Komponenten zusammen spielen.

Seit Jahren dreht sich im Radsport alles um die perfekte Trainingsplanung (Leistungstest, Training nach Puls oder Watt…), Bike-Optimierung, gesunde Ernährung, Kraft- und Koordinationstraining, Fahrtechniktraining usw…

Einer der wichtigsten Komponenten wird hingegen kaum Aufmerksamkeit geschenkt: dem Gehirn und der visuellen Wahrnehmung. Dabei werden alle Handlungen, welche wir ausführen, vom Gehirn gesteuert. Da verwundert es doch sehr, dass wir oberhalb unseres Oberkörpers aufhören mit dem Training. Im Training des Gehirns und der Augen steckt eine so wichtige Möglichkeit, die uns viele Vorteile verschaffen kann, welche im Sport (egal ob im Spitzen- oder im Hobbysport) dann den Unterschied ausmachen.

Life Kinetik setzt hier an und ist in vielen Sportarten weit verbreitet, die das Potenzial bereits erkannt haben. Seit einem dreiviertel Jahr trainiere ich selbst mit Life Kinetik und bin von der Wirkung, die es auch auf den Radsport hat, absolut überzeugt und begeistert. Auch als Trainerin habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die es mir ermöglichen, ergänzend zum radspezifischen Training und Kraft- und Stabilisationstraining immer wieder neue Herausforderungen zu provozieren, welche unser Gehirn so fordern, dass neue Synapsen (Vernetzungen der Gehirnzellen) entstehen können. Dadurch verbessert sich unter anderem Konzentrationsfähigkeit, koordinative Fähigkeiten, Gleichgewicht, Flexibilität und Handlungsschnelligkeit und das visuelle System. Alles Dinge, die beim Biken von Vorteil sind. Denn gerade in Stresssituationen ist es entscheidend, wie schnell ich mich auf neue, unvorhergesehene Aufgaben einstellen kann, Situationen wahrnehme und dann handlungsschnell die richtige Entscheidung treffen kann. Hier setzt auch einer der Bausteine des Life Kinetik Trainings an. Das Training der visuellen Wahrnehmung. 80 % unserer Handlungen basieren auf dem, was wir wahrnehmen. Deshalb ist es so wichtig, dass das Augensystem richtig funktioniert. Denn nur wenn ich Dinge richtig wahrnehme, kann auch die Handlung dazu passen.

Einer unserer größten Befürworter und auch Botschafter für Life Kinetik ist Felix Neureuther. Er trainiert seit vielen Jahren mit Life Kinetik (u.a. mit Horst Lutz, dem Entwickler des Life Kinetik Programms). Er führt seine Erfolge in der Saison 2007/08 zum großen Teil auf dieses Training, insbesondere auf das Augentraining, zurück. In dieser Saison schied er kein einziges Mal aus. In den Jahren zuvor hatte er immer große Probleme mit den Rechtsschwüngen, bei denen er schließlich ausschied. Um sein starkes rechtes Auge in eine bessere Position zu bringen, war er gezwungen, seinen Kopf weiter nach links zu drehen. Diese Kompensationsbewegung führte dazu, dass anschließende Rechtsschwünge öfters fehlerhaft waren (Quelle: Felix Neureuther – Mein Training mit Life Kinetik).

Im Mountainbike-Sport sind Kompensationsbewegungen ebenfalls von Nachteil. Sie führen dazu, dass viele Biker – meist auf einer Seite – Spitzkehren oder enge Kurven weniger gut bewältigen können. Trotz intensiven Fahrtechniktrainings oder auch Mental-Coaching bleibt die Schwäche bei vielen Biker/innen bestehen. Um dieses Problem zu verbessern, kann ein Life Kinetik Training sicher helfen. Denn es schult das nicht dominante Auge und fördert gleichzeitig die koordinativen Fähigkeiten.

Auf die Bike-Saison 2016 habe ich mich speziell mit Life Kinetik vorbereitet. Dabei habe ich beim Training sehr viel Wert auf die Augen gelegt. Ein tägliches, 10-minütiges Augentraining war ebenso Bestandteil, wie einmal wöchentlich ein einstündiges Life Kinetik Training. Bei dem Training geht es darum, ständig Herausforderungen zu provozieren. Das heißt, alle Übungen sind so schwer, dass ein hohes Maß an Konzentration aufgewendet werden muss. Hierbei soll das Gehirn neue Vernetzungen bilden, so dass immer neue Gehirnzellen in das System eingebunden werden. Wenn eine Übung bei zehn Versuchen fünf bis sechs Mal gelingt, folgt sofort die nächste Steigerung. Alle Übungen sind mit kognitiven Aufgaben verknüpft, die dazu führen, dass man das gesamteTraining über hochkonzentriert bleiben muss.

Unsere Formel lautet: Bewegung + Gehirnjogging + Wahrnehmung = mehr Leistung.

Die Wirkung des Trainings ist wissenschaftlich untersucht und erzielt bei den Teilnehmern in mindestens einem Bereich – bei den meisten sogar in fünf bis sechs Bereichen – eine Verbesserung. Kraft- und Energieaufwand reduzieren sich, die Gleichgewichtsfähigkeit wird verbessert, räumliche Wahrnehmung und Orientierung nehmen zu und Kompensationsbewegungen sind nicht mehr in gleichem Maße erforderlich, was die Bewegungsabläufe harmonischer macht. Die Auge-Hand- und Auge-Bein-Koordination nehmen stark zu, wodurch sich der Bewegungsablauf beschleunigt und die Fehlerquote deutlich reduziert. Des weiteren wird eine Stressreduktion erzielt und das Schlafverhalten kann sich verbessern.

Ein weiterer positiver Aspekt des Trainings ist, dass es speziell auch in Regenerationsphasen durch- bzw. weitergeführt werden kann, weil es körperlich nicht allzu anstrengend ist. Dies war – neben den erzielten, wertvollen Verbesserungen – auch ein Grund, weshalb Jürgen Klopp (Fußballtrainer von Liverpool) ein Befürworter von Life Kinetik ist. In seiner Zeit bei Borussia Dortmund haben die Spieler von einem Life-Kinetik-Training spürbar profitiert. Daher führt er dieses nun auch bei Liverpool ein.

Für mich geht ein erfolgreiches Radsportjahr zu Ende, in dem Life Kinetik bei mir für Verbesserungen in vielen Bereichen, vor allem aber koordinativ und auch in der Wahrnehmung, gesorgt hat. Dies führte dazu, dass ich meine Unsicherheit bei Abfahrten beseitigen konnte und nun selbstbewusst in fahrtechnisch schwierige Abschnitte gehen kann. Mit der Verteidigung des 12h-Europameisterinnen-Titels und den Sieg bei der 12 h Weltmeisterschaft habe ich mein Saisonziel 2016 erreicht. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich in den Abfahrten schneller und vor allem sicherer war.

Mit dem Mountainbike-Team toMotion Racing by black tusk in Lindau haben wir bereits im vergangenen Jahr eine Life Kinetik Präsentation und eine Schnupperstunde durchgeführt.

Aktuell trainieren wir Markus Kaufmann (Mountainbike-Profi bei Team Centurion Vaude; Deutscher Meister 2012/2016) und David Gerstmaier (Fahrer des ToMotion Nachwuchsteams). Außerdem haben wir die Augen von mehreren Fahrer/innen getestet, damit diese anschließend das 10-minütige Augen-Hometraining durchführen konnten.

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